Technische Voraussetzungen für NVIS Verbindungen

Die oben beschriebenen physikalischen Bedingungen von NVIS - Funkverbindungen (nahe dem vertikalen Abstrahlwinkel, geeignete Frequenz im Bereich von 5 MHz) zeichnet den Weg der Technologien vor, mit welchen dies zu erreichen ist. Eine alte Regel im Amateurfunk lautet, die Antenne so hoch aufzuhängen wie es nur geht. Verbunden mit einem flachen Abstrahlwinkel der elektromagnetischen Wellen durch Verwendung einer dazu geeigneten Antenne ergeben sich maximale Reichweiten.

Ganz anders verhält es sich bei NVIS-Verbindungen. Weil man hier gerade die Reflexion an der F2-Schicht bei Einstrahlwinkeln nahe 90° (zur F2-Schicht) und bei Frequenzen um 5 MHz anstrebt (um die Skip-Zone im Bereich von 50 - 500km der Umgebung des Senders zu erreichen), benötigt man eine Antenne, die möglichst viel Energie nach oben, d.h. nahezu vertikal abstrahlt - und zu den Seitenbereichen hin möglichst wenig.

Eine solche, vertikal orientierte, Richtcharakteristik hätte zudem den Vorteil, Interferenzen mit der im Nahbereich möglichen Bodenwelle abzumildern, weil eben in diese Richtung die Abstrahlung vermindert ist und damit zugleich auch der Empfang von eventuell störenden Bodenwellen.

Der Frequenzbereich von 2-20 MHz, in dem NVIS - Verbindungen möglich sind, ist zugleich auch der, in dem sich atmosphärische Störungen durch entfernte Gewitter besonders bemerkbar machen. Eine Antenne mit möglichst vertikaler Abstrahlung würde die Störsignale aus dieser Richtung ebenfalls absenken und das Signal/Rausch - Verhältnis verbessern.

Da die Strahlungsleistung, bezogen auf einen isotropen Strahler (gleichmäßige Abstrahlung in alle Raumrichtungen) bei maximal 15W liegt, lässt sich mit geeigneten Antennen, ergänzt durch entsprechende Tests dazu (da lässt sich noch einiges machen), das Signal/Rausch-Verhältnis eigentlich nur noch so verbessern (ein dem technologischen Stand entsprechender Empfänger vorausgesetzt). Sendeseitig ist das Nutzsignal auf 15 W begrenzt (einzuhaltende Vorschrift), mit realistischem Aufwand, bei Verwendung einer 1,5 kW Endstufe, hätte man technologisch, mit Amateurfunkmitteln realisierbar, noch 20dB Reserve - theoretisch! Praktisch steht dem die 15W Vorschrift entgegen.

Einen Antenne, die den o.g. Ansprüchen völlig genügt (möglichst vertikale Abstrahlung) ist ein simpler Lambda/2 - Dipol für 60m - niedrig aufgehängt, mit einer Höhe, klein gegen die Wellenlänge und einer Länge von ca. 30m. Kurzdipole sind dafür auch auf dem Markt, mit einer Länge von ca. 15m.

---------------

Quellen:

[1] James R. Glover, WB5UDE, NVIS: Near Vertical Incidence Skywave, http://www.qsl.net/wb5ude/nvis/#nvisprop ; Dank an James R. Glover,WB5UDE, aus dessen lesenswertem Beitrag hier reichlich geschöpft wurde. Dort lässt sich das Thema noch weit fundierter nachlesen, zudem werden die weiteren technischen Konsequenzen ('NVIS-Technologie') ausführlich dargestellt.

[2] Tom Kamp, DF5FL, 60m-Band: Chancen für NVIS, CQ-DL, 2-2017, S. 48ff.

[3] Tom Sanders, W6QJI, Ed Bruette, N7NVP, Space Challenged NVIS Antenna, www.harriscountyares.org/training/KNW/KNW-119.pdf


 

German Amateur Radio Club
AVSK / DARC F34
Region Schwalm Knüll

 

Silent Key, Georg, DL7MAL

+ 24.12.2017

 


 

OV-Frequenzen
2m: 144,650 MHz
Echolink-Node 607799
70cm:        434,700 MHz

 

DMR-Relais

Ausgabe:          439,950 MHz
Eingabe: 430,550 MHz

 

D-Star-Relais

Ausgabe:          439,5625 MHz
Eingabe: 431,9625 MHz


 

Geschichte der FM-Relais in DL.


 

Geografische Daten AVSK
QTH-Loc.: JO4ØRV
Long: 9.41835E ; 9º25’6”
Lat: 50.91304N ;50º54’47”
Höhe(NN): 600 m

 

OV-Abende F34

Die Funkamateure und Freunde des OV Schwalm-Knüll treffen sich gewöhnlich an jedem ersten Freitag im Monat um 20.00 Uhr im neuen OV-Lokal  Hotel Restaurant Rosengarten in Schwalmstadt-Ziegenhain.


 

Bildnachweis

Die Bilder dieser Webseite sind im Laufe der Zeit durch die Ortsverbandsmitglieder entstanden.